Sicherheit bei der Iris-Fotografie
Das Auge ist relativ empfindlich, verkraftet aber viel mehr als man denkt.
Ich habe intensiv recherchiert und die Daten dazu sind sehr umfangreich, was alleine schon mehrere Seiten beanspruchen würde, dies alles umfänglich darzustellen.
Im Bereich Wissenschaft und Technik (z. B. *VDE) habe ich ebenfalls recherchiert und verweise daher auf diese wichtigsten Arbeitsschutznormen der VDE in Europa.
Das Ergebnis kann man hier genau nachlesen, ist aber etwas komplexer zu verstehen, weil recht technisch beschrieben.
Du kannst in Google aber auch "Photobiologische Sicherheit von Lichtquellen und Leuchten VDE" eingeben und selbst danach suchen.
Weil es alles sehr mathematisch ist, habe ich eine Alltagserfahrung als Vergleich herangezogen, die Sonne.
Sicherheit bei der Iris-Fotografie: Blitzlicht vs. Sonnenlicht
In der professionellen Iris-Fotografie ist das Vertrauen meiner Modelle die wichtigste Grundlage. Eine häufig gestellte Frage betrifft die Sicherheit des verwendeten Blitzlichts für das menschliche Auge. Um diese Frage objektiv zu beantworten, betrachten wir die physikalischen Fakten meines modifizierten Setups im Vergleich zum natürlichen Sonnenlicht.
Der Vergleich: Ein Blinzeln in der Sonne vs. Makro-Blitz
Um die Belastung einzuordnen, vergleichen wir einen kurzen Blick in den wolkenlosen Mittagshimmel (begrenzt durch einen natürlichen Lidschlag von ca. 1/10 Sekunde) mit einem kontrollierten Blitzimpuls meines Setups.
| Merkmal | Sonnenlicht (1/10s Lidschlag) | Mein Makro-Setup (1/32 Leistung) |
| Dauer der Lichteinwirkung | ca. 100 Millisekunden | ca. 0,1 Millisekunden (1000x kürzer) |
| Spektrum (Strahlungsart) | Volles Spektrum inkl. UV & Infrarot | Gefiltert: Rein sichtbares Licht |
| UV-Belastung | Vorhanden (natürliche Strahlung) | Null (durch UV-Sperrfilter eliminiert) |
| Infrarot (Wärme) | Vorhanden (erwärmt das Gewebe) | Null (durch IR-Cut-Glas blockiert) |
| Energie-Intensität | Konstant hoch | Gedämmt (durch ND-Filter & Polfolie) |
Warum mein Setup besonders sicher ist
Die Sicherheit wird nicht allein durch die Kamera erreicht, sondern durch drei physikalische Barrieren direkt an der Lichtquelle (Snoot):
Eliminierung unsichtbarer Gefahren: Während Sonnenlicht ultraviolette (UV) und infrarote (IR) Strahlung enthält, die Linse und Gewebe thermisch belasten können , blockiert mein eingesetzter UV-IR-Cut-Filter diese Bereiche vollständig. Es erreicht Sie nur das für das Foto notwendige, kühle Licht.
Massive Leistungsreduzierung: Mein Blitz arbeitet auf einer elektronischen Stufe von 1/32. Zusätzlich wird das Licht durch ND-Filter (Graufilter) und Polarisationsfolien mechanisch weiter gedämpft. Die tatsächliche Lichtmenge, die Ihr Auge erreicht, liegt dadurch um den Faktor 1.000 bis 2.500 unter den Grenzwerten, die medizinisch als bedenklich eingestuft werden.
Geprüfte Sicherheit nach VDE-Standard: Mein Setup orientiert sich an der internationalen Norm IEC 62471-7 zur photobiologischen Sicherheit. Durch die Kombination aus Filtern und geringem Abstand (20 cm) bewegen wir uns sicher in der Anwendungsgruppe BLH-A. Dies ist die sicherste Kategorie, die selbst für medizinische Bereiche und tragbare Kinderleuchten definiert ist.
Fazit für Ihre Augen
Ein einziges Foto mit meinem Setup bedeutet für Ihre Netzhaut eine geringere Belastung als ein normaler Spaziergang an einem hellen Tag. Da wir zudem bei normalem Raumlicht arbeiten, ist Ihre Pupille natürlich verengt – ein zusätzlicher, körpereigener Schutzmechanismus, der die Lichtaufnahme minimiert.
Ihre Sehkraft ist zu jedem Zeitpunkt geschützt. Wir fotografieren mit Licht, das nach strengsten Standards gefiltert und gedimmt ist.
*VDE
Der VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V.) ist eine der großen technisch-wissenschaftlichen Organisationen in Europa. Er vereint Wissenschaft, Normung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung unter einem Dach.
