Woher das Interesse?

Ich realisierte irgendwann, dass ich nicht wirklich glücklich und zufrieden war. All das was ich schon gemacht und ausprobiert hatte um zufriedener und um glücklicher zu werden schien mich nicht "weiter" gebracht zu haben. Irgendwann öffnete ich mich deswegen auch für andere Sichtweisen. Nach meinen Erfahrungen bin ich nicht spirituell geworden, sondern habe lediglich begonnen genauer hinzuschauen, vor allem bei mir selber. Ich versuchte meinen Tunnelblick zu verändern.

Im Laufe der Jahre habe ich irgendwann schlicht verstanden, dass es für die Umstände welche sich leidvoll oder belastend in meinem Leben anfühlten, im Außen keine nachhaltigen Lösungen gab. Alle Bemühungen besser zu sein (als man ist), anderen mehr zu gefallen (als man gefällt), mehr zu haben (als man hat), machen nicht glücklich und zufrieden. Es blieb immer das Gefühl noch nicht vollständig zu sein.

Die unausgesprochene Frage; Was ich in meinem Leben (er)leben möchte;  konnte ich mir irgendwann klar, stellen; ich möchte einfach ein glückliches Leben leben. Darüber was ich unter einem glücklichen Leben verstehe,  hatte ich bis dahin nie bewusst nachgedacht. Die Antwort war einfacher als ich je gedacht hatte und kam nach und nach zum Vorschein.

So beschäftigte ich mich irgendwann einmal mit der Frage, ob vielleicht auch noch andere Sichtweisen auf mein Leben existieren könnten und erkannte, dass es hier Wege gibt die Dinge klarer zu sehen und dadurch nachhaltiger zu verändern.

"Wege Dinge klarer zu sehen" ist ein wichtiger Aspekt um aus dem alten leidvollen Denken auszusteigen. Dabei ist Spiritualität wie ich sie verstehe nichts religöses, nichts mystisches, nichts übernatürliches. Es ist viel einfacher, viel näher und vor allem schon lange; genauer von Anfang an; in mir vorhanden. Auf meinen spirituellen Weg geht es nicht darum etwas Neues von Gott und der Welt da draußen zu erhalten, sondern darum zu erkennen was schon alles da ist. Und das ist erstaunlich viel, genauer; es ist unermäßlich und ein unglaubliches Geschenk.

Das ich es fertig brachte unglücklich zu sein und mich permanent unvollständig zu fühlen ist absolut verrückt. Als ich die Gründe dafür erkannte, warum ich mich unglücklich und unvollständig fühlte, konnte es sich verändern. Für mich war es leichter zu erkennen was ich nicht bin und nahm davon eines nach dem anderen weg. Das was übrig blieb, bin ich und war ich schon immer. Die Identifikation im Außen mit materiellen wie inmateriellen "Dingen" ist das einzige "Problem". Die Perfektion der Welt; also allem was ist; zu erkennen ist das Ende allen Leidens.

Spiritualität keine Lösung, sie ist ein Weg. Sie kann mir bewusst machen wer ich nicht bin und wie kostbar und umfassend mein Leben ist.

Viele Lehrer, eine Weisheit

Zunächst eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die Gute:
Wir benötigen nichts im Außen um glücklich und frei zu sein.

Die Schlechte:
Wir benötigen nichts im Außen um glücklich und frei zu sein.

Es ist ein kleiner Scherz, denn natürlich handelt es sich um eine gute Nachricht nichts zu benötigen. "Schlecht" kann es lediglich für das unbewusste Ego sein, dass immer wieder versuchen wird im Außen die Lösung für alle seine selbst geschaffenen Probleme zu finden. Das ist die Spirale aus die es auszusteigen gilt, wenn ich glücklicher und frei sein möchte.

So paradox es auf den ersten Blick scheint, es kommt lediglich schlicht auf meine Sichtweise an.
Ich kann es gut finden, dass alles auf mich zurückfällt oder ich kann daran verzweifeln, dass mir "da draußen" niemand wirklich hilft glücklich und frei zu werden.
Es stimmt auch nicht wirklich, wenn wir denken dass uns niemand da draußen hilft, denn das "da draußen" ist selbst ein Teil der Hilfe, jedoch völlig anders als sich unser unbewusste Teil sich das immer gewünscht hat. Ich werde darauf an anderer Stelle noch Hinweise geben und viele Lehrer beschreiben dies auch in ihren Werken.

Im Prinzip ist es einfach, alles weist auf die selbe Wirklichkeit hin. Meine Lehrer ebenso, wie auch die Welt selbst.
So sind die folgenden Aussagen keine Floskeln

  • "Es ist wie es ist"
  • "Es ist immer der richtige Moment"
  • "Es gibt kein richtig und kein falsch"
  • "Der Weg ist das Ziel"
  • "Ich bin was ich denke was ich bin"

Zu erkennen, dass es sehr kraftvolle Hinweise sind um aus allen selbst gemachten Dramen auszusteigen, darum geht es bei spiritueller Innenarbeit.
Darüber zu diskutieren ob es Unsinn ist was meine spirituelle Lehrer darüber sagen führt zu keiner Freiheit und bringt mich nicht weiter.

Die Frage ist vielmehr lediglich wie ich auf die Dinge der Welt schauen will, ob ich bereit bin; für manchmal auch unbequeme Wahrheiten und bereit bin die vollständige Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.

Ich bin mir darüber sehr bewusst, dass zwischen Theorie und das alles auch wirklich zu Leben, einen großen Unterschied gibt. Auch weiß ich, dass jeder der in einer Krise steckt und gerade; aus welchen Gründen auch immer; unglücklich ist, vielleicht wütend wird oder verständnislos ist, wenn  er meine Zeilen liest. Es klingt alles nicht nach einer Lösung und scheint einem gerade nicht wirklich zu helfen.

Doch wenn man einen Weg gerade erst begonnen hat, ist man eben noch nicht automatisch "am Ziel". Bewusstwerdung ist ein Prozess, den wir kontinurierlich vertiefen können um den darin enthaltenen Frieden immer mehr in unser Leben zu manifestieren. Eben; Ich bin was ich denke was ich bin.

 

Spiel zwischen Wirklichkeit und Wahrheit

Wenn ich von "Wirklichkeit" spreche, dann meine ich immer das was ist.

Es gibt für mich einen entscheidenden Unterschied zwischen Wirklichkeit und Wahrheit welcher relevant ist, wenn ich tiefer sitzende Glaubenssätze auflösen möchte. Die Wirklichkeit ist ohne eine Interpretation so zu sagen messbar und die Wahrheit beinhaltet immer eine Interpretation die das was gerade ist bewertet und in einem Kontext zur Vergangenheit stellt. Unser Verstand erklärt sich selbst, was die Wahrheit über diesen Moment ist. Die Wirklichkeit tut dies nicht, sie ist einfach so wie sie in diesen Moment ist.

Um diesen Unterschied zu wissen kann ein "Türöffner" sein. Wer erkennt, dass "Wahrheit" lediglich immer die eigene Sichtweise auf etwas ist und selten etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat, ist auf dem Pfad er Erkenntnis und somit der Bewusstwerdung. Wenn Wirklichkeit und eigene Wahrheit eins geworden sind, sehen wir klar, sind wir im Frieden.

Gleich gültig

Es spielt somit keine Rolle ob ich Eckhart Tolle, Byron Katie, Osho, Neale Donald Walsch oder Jesus Worten folge ... alle weisen Lehrer zeigen uns unsere "Geschichten" auf. Geschichten meint hier die Interpretation um das herum, was tatsächlich passiert. Unsere Wahrheiten sind unsere Geschichten und Ja, auch das was ich über Bewusswerdung denke ist eine Geschichte solange ich es nicht wirklich fühlen und leben kann... Das ist vielleicht der scheinbar schwierige Grad zwischen glauben und wissen. Sich zu wünschen glauben zu können, dass man ein sehr wertvolles Wesen (Mensch) ist und es zu wissen, macht den einzigen Unterschied aus. Jedoch es noch nicht zu wissen ist kein Drama, denn Du kannst dies ja noch erforschen, erkennen, erleben.

Aus den konditionierten Denken auszusteigen ist die Herausforderung. Sich selbst auf das Leben einzulassen und nicht einfach überlieferte und selbst gesponnene Geschichten als eine vorgegebene Wahrheit zu übernehmen. Solange ich denke dass ich etwas wüsste, bin ich nicht befreit, denn die Freiheit von der ich spreche ist nicht mit dem Verstand erreichbar, denn dieser kommt naturgemäß nicht ohne Interpretation ("Geschichte") aus. Die Energie, aus denen wir Geschichten / Dramen erzeugen ist sehr machtvoll, was der Grund dafür ist, dass wir oft nur schwer erkennen, dass es sich lediglich um eine selbst erzeugte Geschichte und nicht um die Wirklichkeit handelt. Das Schöne; wir sind in der Lage alleine durch Erkennen daraus auszusteigen.

Wir sind als Menschen so stolz auf unseren Verstand, der uns doch scheinbar allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten überlegen macht und übersehen dabei meist, dass genau dies auch unsere Bürde zu sein scheint. Wir verlieren uns in unserem Denken und sind anfällig dafür die Wirklichkeit und unsere erdachten Wahrheiten miteinander zu verwechseln und zu verweben. Ich verurteile keineswegs meinen Verstand, ist er zweifellos ein wunderbares Werkzeug um Dinge zu tun, welche ich ohne ihn nicht tun könnte. Jedoch ihn auch als genau dies; also einem Werkzeug; "zu sehen" (zu erkennen), ist eine der scheinbaren Herausforderungen in meinem Leben. Bewusstsein bedeutet genau dieses, zu erkennen, dass ich nicht mein Verstand bin, zu erkennen das ich auch nicht der Denker bin. Die Identifikation mit dem Verstand bedeutet unbewusst zu sein. Unbewusst zu sein bedeutet den Nährboden für Leid zu bereiten, welches vielen von uns immer wieder in unterschiedlicher Form und in unterschiedlicher Intensität begegnet.

Klarer sehen

Klar sehen, Erkennen wer ich bin, respektive zu erkennen wer ich nicht bin, ist mein Weg.

Um die oben grob skizzierten unbewussten Mechanismen bewusst zu machen, gibt es einige wunderbarer Lehrer, welche uns dabei helfen zu verstehen. Dieser Weg erfolgt auch teilweise über den Verstand, denn dieser liest oder hört mit, wenn uns die Worte erreichen. Von diesen Lehrern und deren Weisheiten möchte ich hier berichten und mich daran erinnern, dass sie mir viel Leichtigkeit in mein Leben gebracht haben. Ich lade Dich ein mit zu lesen und gerne auch mir zu schreiben, wenn Du etwas anmerken möchtest oder Fragen dazu hast.

Ich behauptete nicht, irgendwas zu wissen. Ich kann lediglich darüber berichten was mir ein leichteres und glücklicheres Leben ermöglicht hat und ich fühle, dass noch nicht irgendein Ende erreicht sei. Ich berichte über einfache und offensichtliche Wahlmöglichkeiten, welche jedoch erst dann "einfach" zu wählen sind, wenn ich mir dessen bewusst bin. Unbewusst habe ich keine Wahl und so ist diese Erkenntnis für mich auch Antrieb immer genau hinzuschauen, denn ich bin ein Freiheit liebender Mensch... der gerne eine Wahl hat und die Wahlmöglichkeiten auch gerne ergreift.

Beobachter sein

Eine rudimentäre Möglichkeit bewusst zu sein ist schlicht der Beobachter seines Denkens zu sein. Als Beobachter zu erkennen, dass ich nicht das Denken bin, dass ich nicht der Denker bin, sondern lediglich der Beobachter der dies erkennt. Das ist der tiefere Hinweis auf "Ich bin".

Wenn ich dies hier schreibe, dann nicht um Dich von irgendwas zu überzeugen. Auch nicht um mich selbst zu überzeugen, sondern um mich zu erinnern, um meine Erfahrungen und Erkenntnisse zu reflektieren. Während ich das schreibe spüre ich hinein, spüre ob sich meine Hinweise stimmig anfühlen. Alles was sich nicht gut anfühlt, kann auch nicht befreiend sein. Es ist so einfach und doch machen wir es uns oft so schwer, in dem wir Fühlen und Denken nicht mehr klar trennen können, wenn wir nicht durch die Schleier der Wahrheit durchschauen können.

Alles ist dynamisch, auch meine Hinweise an mich selbst und damit auch diese Worte hier auf dieser Website, welche sich wahrscheinlich immer wieder ändern und anpassen werde. Ich möchte Leichtigkeit vermitteln und nicht das Schwere im Leben hervorheben. Dennoch kann ich die oft als Schwere verpackte Unbewusstheit nicht einfach überspringen oder gar ignorieren, denn wir leben in einer Dualität und da gibt es eben immer zwei Seiten, zwei Polaritäten. Bewusstsein bedeutet lediglich, auch diese oft als Schwere verpackte Unbewusstheit in sich selbst als das zu erkennen was es ist, nämlich schlicht Unbewusstheit. Sie ist nicht böse oder schlecht, sie ist einfach Unbewusst.

Wenn Du ebenfalls bis hierhin mitgelesen hast, dann hast Du wahrscheinlich bereits auch für Dich erkannt, dass es lediglich in Deiner Macht liegt Dein Leben so zu verändern, dass Du glücklich und zufrieden sein kannst. Wenn Du noch die schlechte Welt "da draußen" für Dein unglücklich sein verantwortlich machen würdest, hättest Du nicht bis hier hin gelesen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es für den unbewussten Verstand sehr anstrengend ist Texte zu lesen, welche seine Geschichten nicht bestätigen, sondern das Gegenteil tun.