Eckhart Tolle, Byron Katie, Neal Donald Walsch, Thich Nhat Hanh, Osho, Dalai Lama, Robert Betz
 

Meine Lehrer

Logisch, wir empfehlen in der Regel nur das oder denjenigen, von dem wir selbst überzeugt sind und das ist auch gut so.

Ich bin darin keine Ausnahme und empfehle meine Lehrer denjenigen, die vielleicht, so wie ich, mehr über sich selbst erfahren, sprich über sich selbst lernen möchten.

Dabei behaupte ich nicht, dass diese Lehrer oben im Banner, die besten, schlausten oder weisesten Lehrer aller Epochen und Zeiten sind, keine (menschlichen) Fehler mehr haben oder gar schon dem MenschSEIN entrückt wären.
Ich erzähle lediglich von MEINEN Erfahrungen mit ihnen bzw. deren Lehren und wie sie mich erreicht, berührt und MIR geholfen haben.

JEDER Mensch hat unterschiedliche Erfahrungen in seinem Leben gemacht und daher auch unterschiedliche "Geschichten", aus denen im Laufe der Zeit bei vielen Drama und Leid entstanden sind.
Weil wir alle völlige Individuen sind, ist es schon alleine deswegen total normal, wenn wir auch für unterschiedliche "Wahrheiten" und Lehren offen sind... sofern wir das überhaupt können und wirklich von unseren Inneren erfahren möchten.

Daher sind wir sehr gut beraten, wenn wir auf unsere innere Stimme hören und nicht einfach irgendwelchen Lehrern und Meistern folgen, OBWOHL sich innerlich alles (oder einiges) dagegen sträubt. UNSERE Intuition ist die beste und mächtigste Instanz und wir sind gut beraten, wenn wir sie "hören" und ihr folgen.

Es fällt auf, dass diese "meine" Lehrer allesamt sehr bekannt, beliebt und sehr erfolgreich sind (bzw. es waren, denn Osho lebt nicht mehr). Das ist in der Tat so, jedoch, ich liebe sie NICHT DESWEGEN. Ich bin ein sehr (selbst)kritischer Mensch und habe viele Bücher gelesen und bei vielen unterschiedlichen Workshops, Lesungen, Vorträgen usw. teilgenommen, bei denen meine Intuition verhinderte, dass ich mich manch einem Aspekt NICHT weiter öffnete.

Das deutlichste Beispiel dafür ist die Kirche, aus der ich als 18jähriger direkt austrat und der ich mich dank meiner sehr liberalen Mutter auch schon als Kind "verwehren" konnte und durfte, als ich nicht der damals anstehenden Konfirmation folgen, sprich teilnehmen musste. Ich stellte immer wieder fest, dass sich mein Bauch verkrampfte, wenn mir Kirchenvertreter was von Gott (und der Welt) erzählten. Ich danke ihnen heute, haben sie mir früh eine freie Bahn für meine eigene Welt- und Gottanschauung ermöglicht.

Bei "meinen" Lehrern war es von Anfang an anders.... nichts lehnte ich innerlich ab.
Allerdings war es bei fast allen (außer bei Eckerhart Tolle) so, dass ich sie, als ich sie das erste mal "in die Finger" bekam, noch nicht wirklich offen für alle Botschaften war, mich also auch nicht wirklich eingelassen habe... die Bücher in eine Ecke verstaute.
Es war noch nicht Zeit dafür. Erst später zeigten sich Chancen und Möglichkeiten, sich darauf einzulassen und es fühlte sich sehr stimmig an. Wir merken sehr genau, was uns gut tut und was nicht.... lassen wir einfach mal den Verstand aussen vor, bzw. hinterfragen wir ihn einfach mal öfter, als wir es von unseren Eltern und der Gesellschaft gelernt haben...

Meine Wahrheit ist, dass wir sicher immer die Wahl haben, unser Leben zu kreieren. Es liegt immer NUR an uns selbst, ob wir glücklich und zufrieden oder in Leid leben.

In Beziehungen mit anderen und mit mir

Meine Meinung ist jedoch, dass nur unser eigenes Leben der größte und beste aller Lehrer sein kann. Ohne unsere eigenen Erfahrungen, können wir, auch mit den besten Lehrern, nichts lernen. Diese Erfahrungen jedoch in unser Leben "gewinnbringend" einfließen zu lassen, schaffen wir in den seltensten Fällen alleine und hier können und dürfen wir wieder, auf diese tollen Lehrer und liebenden Menschen zurückgreifen und uns helfen lassen.

Zu meinem Leben gehören viele sehr wichtige, interessante und Lernreiche Begegnungen. Zum einen mit einigen außergewöhnlichen Frauen, von denen ich besonders viel lernen durfte. Ich liebe die Frauen und bin offensichtlich ein "Frauentyp", erzog mich eine sehr einflussreiche Mutter und wuchs ich neben zwei Schwestern auf. Zwei präsente Omas in meiner Kinderzeit taten ebenfalls ihren Teil dabei und meine ersten Lehrer in der Schule waren auch Frauen. Von all diesen wunderbaren weiblichen Energien "erbte" ich wohl meine Intuition und die Fähigkeit, mich auch auf meine Gefühle einlassen zu können, was dennoch nicht immer leicht für mich war, bin ich oft kopfgesteuert unterwegs gewesen, was ich immer weiter reduzieren möchte.

Auch Männer spielten in meinem Leben eine große Rolle, beginnend bei meinem Vater, von dem ich wohl die Naturverbundenheit geerbt habe und einige Dinge vermittelt bekam, die mir später in meinen Berufen und in meinem Leben weiter halfen. "Selbst ist der Mann" war ein Teil dessen und auch der Spaß im Umgang mit Technik (Motorräder und Autos zum Beispiel) wurde durch ihn in mein Leben getragen. Ich lernte jedoch durch ihn auch Aspekte erkennen, die ich so nicht leben wollte, wo ich es anders machen wollte und es auch anders gemacht habe.

Mein Opa mütterlicherseits tat seinen Teil ebenfalls dazu, in dem er mir einiges über Elektrik, (Astro)Physik und (Lebens)Philosophie erzählte und auch erste spirituelle "Samen" in mir anlegte. Er hat zwei Weltkriege erlebt und im zweiten als Soldat teilnehmen müssen. Er hat einiges aus erster Hand erlebt....  und obwohl er niemals über Details sprach, habe ich verstanden, was ICH sicherlich nicht in meinen Leben brauchen würde..... nämlich einen Krieg. Ergo, gab es auch (für mich) keinen.... zumindest keinen konventionellen... dafür viele andere in meinen Gedanken. Das ist übrigens das selbe, auch wenn nun mancher von Euch beim Lesen aufschreien möchte, das es doch zwei völlig unterschiedliche Dinge wären.

Mit meiner jetzigen Lebensgefährtin Sylvia verstehe ich mich auf allen Ebenen sehr gut. Es ist fast unglaublich, doch meine Entwicklung läuft genau auf diesen Punkt hinaus.... zu verstehen was ist, annehmen was ist und nicht zuletzt zu lieben was ist. Dennoch spreche ich nicht von Seelenpartnerschaft und solchen Begriffen. Wir verstehen uns sehr gut und lieben uns so wie wir sind, ehrlich, authentisch, ohne uns verstellen und verbiegen zu müssen, leben wir unseren gemeinsamen Teil unserer beider Leben.

Wir verehren beide die selben Lehrer, pflegen jedoch KEINEN Kult um diese Menschen. Es ist einfach schön, wenn wir uns gegenseitig reflektieren dürfen, ohne großartig zu erklären, was wir fühlen und denken.

Ein großes Geschenk, dass ich jeden Tag auf's neue wertschätze und genieße.

Alle meine Beziehungen zuvor, waren ebenso wertvoll und wichtig für mich. Ich weiß, dass ich heute nicht der wäre, wäre ich all diesen wertvollen Menschen nicht zuvor begegnet.

Dazu gehören auch all diese Menschen außerhalb meiner Liebesbeziehungen, mit denen ich auch oft schmerzvolle Erfahrungen machen durfte. Sie zeigten mir meine Anteile, mit denen ich bis dahin in Unfrieden war. Robert Betz spricht als Metapher gerne von "Arschengeln", die natürlich in Wirklichkeit wunderbare liebende Engel sind.