Lichttechnik

alte Glühlampe
neue LED-Lampe

Strom sparen am Beispiel vom Licht. Die neuen Leuchtmittel können auch mehr als 10 x so teuer sein, wie eine alte Glühlampe. Manche Typen sind auch oft gefährlich (giftig), da sie zum Beispiel Quecksilber enthalten, welches entweichen kann, falls eine Lampe zerbricht.

Doch das sind natürlich Extrembeispiele, jedoch durchaus realistisch, dass Du darauf reinfällst, wenn Du keine Ahnung von den Unterschieden der Lampen hast. Selbst als gelernter Elektriker fällt es mir nicht immer leicht, die "Guten" von den "Schlechten" zu unterscheiden.

Darüber hinaus halten diese Lampen auch oft nicht was sie versprechen. Das Licht ist manchmal irgendwie komisch, fahl und unangenehm bei manchen Lampen-Typen. 

Aus der Vielfalt verschiedener neuer Systeme und Anbieter was passendes und "Gutes" zu finden, ist nicht einfach. Auch wenn eher Nikola Tesla als Thomas Alva Edison die ursprüngliche Glühlampe erfunden hat, so machte Edison sie später allen Menschen zugänglich.

DIESE Glühlampe, ist immer noch das Beste (schönste), was ich an elektrischen Lichtquellen kenne.... und als Elektriker habe ich so manche Lampe in meinem Leben installiert.
Sie ist sehr einfach in der Konstruktion, sehr robust und günstig in der Herstellung.
Doch sie sind auch echte Stromfresser.

Das sie aus unserem Alltag gedrängt wird, liegt meiner Überzeugung nach NICHT nur an ihrem Stromverbrauch, den man übrigens noch weiter optimieren könnte, sondern daran, dass die Hersteller (Osram und Co. KG) daran keine spektakulären Gewinne mit einfahren können. Mit den neuen Technologien ist das anders.

Also werde ich mal einige LED-Lampen vorstellen, mit welchen wirklich viel Strom gespart werden können. Kompakte Leuchtstofflampen kommen für mich nicht in Frage, denn sie sind giftig, haben ein hässliches Licht und brauchen immer lange bis sie hell leuchten. Deswegen stelle ich sie hier auch nicht weiter vor. 

Nachfolgend werde ich mal etwas zu LED-Lampen schreiben, durch welche wir viel Strom sparen können. Ob wir dabei auch Geld sparen, hängt von weiteren Faktoren ab. 

 

Die Umrechnung von alten Glühlampen zu LED-Leuchten ist nicht so einfach, da es von vielen technischen Details abhängt, wie effizient LEDs sind.

Es gilt natürlich auch hier, wie in allen technischen Bereichen, je effizienter eine LED ist, desto teuer ist sie in der Anschaffung.

Darüber hinaus gibt es auch Verluste bei den Warmlicht-Typen der LED. D. h., dass die Warmen Typen weniger Lichtausbeute bei gleichen Stromverbrauch haben. Gemessen an den enormen Einsparungen gegenüber einer alten Glühlampe, ist das jedoch nicht so gravierend.

Ersparnis berechnen!

Also hier nun mal eine Tabelle, welche mal grob auflistet, in welcher Größenordnung wir sparen. Die Lichttemperatur ist 2700-3000K, also Warmlicht. Kaltlichttypen sind noch Effizienter. Die Berechnung geht von 10.000 Leuchtstunden bei einem Strompreis von 20 Cent aus (ist auch schon überholt, 25-28 Cent sind realistischer).

 

Ersparnis Glühlampe vs LED
GlühlampeLEDLumenErsparnis
25 Watt3,5-6,3 Watt220-29037-43 €
40 Watt5-10,5 Watt470-50059-70 €
60 Watt8-12 Watt645-80096-102€

Eine andere Berechnung sieht so aus:

Das Watt ergibt sich aus Volt x Ampere und bezeichnet die Leistung und kennzeichnet bei festgelegter Spannung (230V) auch den Stromverbrauch. Eine Glühbirne mit z.B. 40 Watt verbraucht also 40 Wattstunden in der Stunde = 0,04 kWh.

Davon ausgehend verbraucht also diese Glühbirne bei einer Brenndauer von 10 Stunden am Tag und 365 Tagen im Jahr 146 KWh (Kilowatt Stunden) im Jahr. (Watt x Stunden Täglich x Tage) geteilt durch 1000.
(40 Watt x 10 Stunden x 365 Tage)/1000 = 146 KWh
Du zahlst also für diese Lampe bei einem Strompreis von 0,22 Euro 32,12 Euro (Kwh x Strompreis).

Bei einer LED Retrofit Lampe mit 403 Lumen bei 5 Watt sieht das Ganze dann so aus:
(5 Watt x 10 Stunden x 365 Tage)/1000 = 18,25 KWh
Du zahlst also für die LED bei einem Strompreis von 0,22 Euro 4,02 Euro (KWh x Strompreis).

Also je teurer der Strom wird, desto mehr lohnt sich die Umstellung.

Oben siehst Du Lampem mit Schraubgewinde. Die großen nennen sich E27 und die kleinen (wie bei den Kerzenlampen) nennen sich E14.

Also Du drehst die eine Lampe raus und die neue rein, fertig. Diese LEDs werden also an 230V betrieben.

Die andern Leuchtkörper sind alte 12V Halogenlampen. Auch hier kannst Du die Halogen-Lampen gegen LED-Typen austauschen. Dabei ist jedoch auf deutlich mehr zu achten, zum Beispiel die Bauform. Also passt von den Maßen her eine LED-Lampe in die Fassung der alten Halogen-Lampe.

Darüber hinaus ist auf die Spannungen zu achten. Halogenleuchten verwenden 12 V AC, also Wechselstrom und die meisten LEDs mögen nur 12 V DC, also Gleichstrom.

Auch hier gibt es mehrere  Lösungen. Entweder Du baust auch neue Trafos ein oder Du achtest darauf, LEDs für Wechselstrom zu kaufen. Die gibt es auch. Diese haben dann mehr Elektronik an Bord, kosten etwas mehr und verbrauchen auch etwas mehr Strom.

Die richtigen Trafos!

Und dennoch kann es Probleme mit den Trafos geben, denn manche benötigen eine so genannte Mindestlast, das heißt, sie funktionieren vielleicht nicht, wenn da nachher anstatt 40 Watt nur noch 8 Watt dran hängen.

Beachtet dies alles, bevor ihr einfach lustig drauf los kauft. Es dürfte klar sein, dass es hier auch Qualitätsunterschiede gibt. Trafo ist nicht gleich Trafo. Genauso wie LED nicht gleich LED ist.

Technik aus dem Qualitäts-Mittelfeld zu kaufen, erscheint mir am sinnvollsten. Kaufst Du die teuersten (die nicht unbedingt auch die besten sein müssen), brauchst Du vielleicht 10 Jahre um die Kosten wieder reinzuholen (je nach Einschaltdauer).
Im Mittelfeld vielleicht nur 1-3 Jahre.

Für die Lebensdauer spielt auch die Qualität der Spannungsversorgung eine Rolle. "Schlechte" bzw. falsche Spannungen können die Lebensdauer der LEDs drastisch reduzieren, womit der Einspareffekt direkt zunichte gemacht wird.

Daher meine Empfehlung, sich vom Fachmann ein passendes LED-Trafo geben bzw. empfehlen zu lassen. Das stellt sicher, dass die LEDs ihre max. Lebensdauer erreichen.

Geiz ist nämlich NICHT immer geil, höchstens für den gerissenen Marktanbieter, denn der kann seinen Kram eben mehrmals verkaufen, wenn die Sachen vorzeitig kaputt gehen.

Fakt ist jedenfalls, dass sich der Umstieg auf jeden Fall lohnt. Die Investitionen sind zwar nicht unerheblich, doch ist das gut investiertes Geld, denn die Stromkosten werden niemals sinken, sondern nur steigen. 

Stiftung-Warentest

Wer es noch genauer wissen möchte, der kann zum Beispiel bei der Stiftung-Warentest einen Bericht und Test über Lampen mit dem Titel:
"Tests von LED-, Halogen- und Energiesparlampen"

für 3,- € herunter laden. Dieser Test hat 38 Seiten Umfang und ist wie immer sehr professionell und objektiv umgesetzt. Ich kann diesen Test nur empfehlen.

Darin werden LED-Lampen mit E27 (großes Gewinde), als auch LED-Lampen mit E14 für jeweils 230V vorgestellt. LED-Spots mit 12 V werden auch getestet und detailliert vorgestellt.

Nach Studium dieser Seiten bist Du auf einen aktuellen Stand der Technik und Kostenplanung.

Vorweg genommen:

Die LED-Testsieger

Die Kompaktleuchtstofflampen kommen im Test auch vor. Sie sind auch deutlich günstiger im Stromverbrauch als herkömmliche Lampen und auch deutlich günstiger im Preis als LED-Lampen. Ich habe sie hier in meinen Überlegungen nicht berücksichtigt. Die Giftigkeit bzw. Gefährlichkeit ist laut Stiftung-Warentest auch nicht mehr so gravierend, wie es mal vor Jahren noch der Fall war. Die meisten Hersteller haben mittlerweile auf Quecksilber in den Lampen verzichtet und die Lampen auch mit einer bruchfesten Kunststoffhülle versehen, welche auch nach Bruch des Glaskörpers keine Inhalte austreten lässt. Details im Test.

 

Testsieger Lampentest
BauartNamePreis € (Euro)
E27Osram Parathom Classic A 60 Advanced35,-
Sylvania ToLEDo GLS A6052,-
E14 (Kerze)Osram LED Superstar Classic B 25 18,-
E14 (Spot)Philips MyAmbiance 4W (dimmbar)15,-
GU5.3-Stiftsockel (12 Volt)Toshiba E-Core LED-LDRA0530MU5EU20,-
GU10-Steck (220V) Osram LED Parathom Pro Par16 35 Advanced27,-

 

Ob sich nun nicht vielleicht doch eine deutlich günstigere Alternative rechnet (selbst wenn man sie schneller kaputt geht und weniger Lichtausbeute hat), bleibt natürlich jedem selbst überlassen zu entscheiden.