Kostengüstige Heizungssteuerung unter Linux

Günstiger geht es nicht...

Die Software ist komplett kostenlos. Diese Systeme leben durch Verbreitung und Mithilfe bei der Optimierung, was auch ein Teil meiner Motivation für diese Seiten hier ist.

Es sei darauf verwiesen, dass die hier aufgeführten Softwarelösungen schon sehr professionell und stabil sind. Jedoch handelt es sich nicht um fertige Ein-Klick-Lösungen, wie sie von vielen gewohnt sind. Diese Lösungen hier haben dennoch drei größere Vorteile.

  1. Open SourceOpen Source
    Open Source Software ist frei verfügbare Software, die auch im Quellcode vorliegt
  2. Kostenlos
  3. Stabil

Durch Open SourceOpen Source
Open Source Software ist frei verfügbare Software, die auch im Quellcode vorliegt
wird sicher gestellt, dass keine versteckten Routinen, die niemand will, eingebaut sind und dass die Entwicklung wahrscheinlicher weiter geht, als wenn eine Firma das wirtschaftliche Interesse an einer alten Entwicklung verliert.

Kostenlos ist auch nicht schlecht.

Und stabil ist sehr wichtig, vor allem wenn sowas unbeaufsichtigt laufen soll.
Linux ist für stabile Software bekannt. Die meisten Server laufen unter Linux, eben WEIL sie so stabil sind.

Es gibt jedoch auch für diesen Sektor kostenpflichtige Windowsprogramme. Sie sind einfacher zu installieren, bieten jedoch nicht so viele Feature wie die hier vorgestellte Linux-Lösung.

Betriebssystem:

Ich habe Lubuntu 12.04 ohne GUI (nur Server im Textmodus ) installiert, welches nicht so Ressourcenhungrig ist, wie die normalen Ubuntu-Versionen. Der Rechner läuft flott und hat ausreichend Reserven. Es müssen einige Packete installiert werden, bis alles für den Betrieb vorhanden ist. Glücklicherweise ist das mit der Packetverwatung unter Ubuntu (apt-get) kein großes Thema. Der Installationskomfort ist unter Linux heutzutage höher und stabiler, als unter Windows, finde ich. Die Installation von Lubuntu lief völlig ohne Komplikationen auf der alten Hardware ab. Und ich habe eine recht aktuelle Version installiert.

Heizungssteuerung:

Die freie Software "FHEM", welche als Webserver-Anwendung (Perl) im Browser die gesamte Steuerung aller Heizkörper im Haus erlaubt. Alle Temperaturen (alle Zimmer) werden grafisch visualisiert.

 

 

FHEM im Betrieb

So sieht es aus, wenn FHEM im Browser eines Rechners im LAN aufgerufen wird.

 

 

Temperaturen per Funk

Mit dem TL-500 (BS-500) Funk-Datenlogger der Firma Arexx (bei Reichelt und Conrad zu bekommen) und den Funk-Sensoren (TL-3TSN) können von aus 100-300m Entfernung Temperaturen empfangen werden.

Da  nur eine Windowssoftware mitgeliefert wird, habe ich einige Zeit gesucht, bis ich eine Lösung für Linux fand. Sie ist von Martin Mareš und kann auf seiner Website herunter geladen werden. Es ist ein kleines C-Programm, welches die Daten aus dem Funksystem ausliest und in eine rrd-Datenbank abspeichert. Mit den rrd-Tools können Diagramme aus diesen Daten erzeugt werden, welche in eine Website eingebunden werden können. Eine tolle Lösung.

Vorlauftemperatur an der Heizung