Häufig gestellte Fragen und Antworten

Ich habe hier mal einige der häufig gestellten Fragen und Antworten im Zusammenhang mit der Astronomie zusammen gefasst.

Stellt mir auch ruhig Eure Fragen, ich erweitere gerne diese Liste.

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Welches Teleskop ist für den Mond das beste?

Scherzhaft sagen viele Astronomen, das Teleskop, welches am häufigsten benutzt wird, ist das beste.

In der Tat ist es relativ egal, mit welchem Teleskop man den Mond anschaut, denn der Mond ist so groß und hell, dass sich jedes Teleskop eignet. Allerdings haben Refraktoren (Linsenteleskope) aufgrund der Aberration des Lichts (Lichtbrechung) bei sehr hellen Objekten (Vollmond) einen Farbsaum. Spiegelteleskope hingegen nicht.

Es gibt sehr viele Details, wo welches Teleskop seine Vor- und Nachteile hat. Beim Mond spielen diese alle eine untergeordnete Rolle.

Natürlich entscheiden, wie auch bei Kameras, die Qualität der Optiken (Teleskop UND die Okulare) über das Ergebnis und das Seherlebnis.

Es ist schon ein sehr großer Unterschied, ob man mit einem 2.000 € Teleskop oder einen 75,- € Teleskop den Mond betrachtet!

 

Kategorie: Astronomie
Ansprechpartner: Ralf Becker (www.rb-software.de)
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Welches Teleskop ist für die Fotografie das beste?

Auch hier gilt, dass es nicht "das beste" Teleskop gibt. Es kommt auf die genaue Aufgabenstellung an, sprich was Du fotografieren möchtest.

Für lichtschwache "Deep Sky" Objekte eignen sich lichtstarke Spiegelteleskope (Reflektoren), die es auch schon speziell für die Fotografie optimiert gibt.
Mein Reflektor hatte die Lichtstärke F4,5 was schon eine recht ordentliche Lichtstärke ist (analog zu den Anfangsblenden bei konventionellen Kamera-Objektiven).

Je Lichtstärker eine Optik ist, desto kürzer können die Belichtungszeiten und somit auch die Nachführfehler ausfallen.

Möchte man lieber Planeten und Mond (respektive Sonne,natürlich mit speziellen Filtern) fotografieren, so haben sich Schmidt-Cassegrain Teleskope bewährt, die eine große Brennweite (hohe Vergrößerung) und eine korrigierte Optik besitzen. Die geringere Lichtstärke von um die F10 spielen hierbei keine große Rolle.

Universell und sehr zum Fotografieren sind auch so genannte APO-Refraktoren geeignet. Diese Linsenteleskope sind sehr teuer, da sie hoch vergütete Linsen besitzen. Die Brennweiten liegen oft um die 500-800mm bei ca. F4 - F8.
Die Abbildungsqualität ist sehr hoch.

Zum Fotografieren, speziell für viele Deep Sky Objekte mittlerer bis großer Ausdehnung (wie bei vielen Nebeln und natürlich der Milchstraße) sind natürlich viele gute bis sehr gute konventionelle Kamera-Objektive geeignet.
Festbrennweiten ab 20mm bis 300mm finden hier häufig Verwendung. Natürlich werden auch Brennweiten jenseits der Standardwerte eingesetzt, was sich jedoch auch schon wieder direkt in deutlich höheren Preisen niederschlägt.

 

 

 

Kategorie: Astronomie
Ansprechpartner: Ralf Becker (www.rb-software.de)
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Lohnt sich auch in der Stadt die Anschaffung eines Teleskop?

Das ist eine sehr schwierige Frage.

Es hängt auch hier davon ab, was man sehen und machen möchte und was Du unter "Stadt" verstehst.

Also wohnst Du in einer Großstadt, kannst Du die Astro-Fotografie (außer vielleicht den Mond) vergessen. In Kleinstädten muss man das individuell prüfen, ob sich die Fotografie lohnen könnte.

Grundsätzlich gilt natürlich, je dunkler der Himmel ist, desto besser werden die Fotografien ausfallen, logisch.

Möchte man den Mond als bevorzugtes Beobachtungsobjekt als Ziel fest machen, so kann ich die Frage mit einem uneingeschränkten JA beantworten.

Eine kleine Sternwarte im Garten hat schon was. Es ist eine Herausforderung für den technisch visierten Mann (und natürlich Frau) und kann sehr schöne, auch sehr romantische Stunden bescheren.

Die Kosten solltest Du dabei allerdings nicht unterschätzen. Es ist wie bei fast allen Hobbys, nach Oben gibt es kaum Grenzen.

Ob eine Sternwarte Sinn macht, muss auch genau geprüft werden. Eine, zumindest teilweise vorhandene Horizontsicht ist schon wichtig und sinnvoll. Denn auch der Mond steht nicht immer kerzengerade über einem.

Ich würde heute in der Großstadt wohl kein Teleskop mehr anschaffen.

In einer dunklen ländlichen Gegend wohnend, wäre es für mich wahrscheinlich eine große Versuchung, eine Sternwarte als Hobby zu planen ;-)

 

Kategorie: Astronomie
Ansprechpartner: Ralf Becker (www.rb-software.de)
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Ist die Benutzung eines Teleskops kompliziert?

Sage ich nein, dann ist das nicht unbedingt ehrlich, sage ich ja, dann schreckt es unnötig ab.

Ich vergleiche es gerne mit der Fotografie, allerdings der manuellen und "altmodischen" Fotografie. 

Bei Teleskopen gibt es keine Automatikeinstellung in diesem Sinne.
Du solltest schon etwas im damaligen Physikunterricht aufgepasst haben und etwas über das Licht verstanden haben, denn um genau das dreht sich die gesamte optische und praktische Astronomie.

Alles was wir durch ein Teleskop sehen, ist immer nur das Licht.

Ein Teleskop richtig aufbauen und mit den richtigen Okularen (zur Vergrößerung der Bilder) zu bestücken, ist jedoch kein Hexenwerk und ist natürlich leicht zu erlernen, wie alles im Leben eben auch.

Den Mond zu betrachten, ist auch mit überschaubaren Aufwand von 1-2 Stunden lesen möglich, hat man ein einigermaßen taugliches Teleskop erstanden und durchschnittliches technisches Wissen und Geschick.

Möchte man mehr sehen und erleben, kannst Du Dir verinnerlichen, dass es um sehr sehr sehr weit entfernte und auch sehr lichtschwache Objekte am Himmel handelt und auch in Deinem Wissen und der Ausstattung (sowie den daraus resultierenden Kosten) fast keine Grenzen gibt.

Ist die Faszination jedoch vorhanden und ein wenig Ergeiz auch Deins, dann kannst Du sehr schöne und unvergessliche Momente mit diesem wunderschönen und interessanten Hobby erleben.

"Da oben sah ich Gott" sagen spaßeshalber viele Astronomen. ;-)

Möchte man den Himmel fotografieren, so beschäftigst Du Dich mit einem sehr anspruchsvollen Motiv. Was Blenden und Lichtstärken bei Kameras sind, ist absolutes Minimum an Wissen... in Wahrheit ist es jedoch wesentlich mehr, was man über das Licht und den Möglichkeiten, es "einzufangen", wissen muss.

Dennoch, ein unglaublich großer Spaß kann dies sein.

 

Kategorie: Astronomie
Ansprechpartner: Ralf Becker (www.rb-software.de)
 
 
 

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